1. November 2026

Bahnhöfe und Werke bei Monopoly: Lohnt sich der Kauf?

Wer alle vier Bahnhöfe hatte, gewann 68 % von 12.576 Partien, und FedEx schlug fast jede Straße. Mietregeln, echte Zahlen und wie du sie spielst.

Bahnhöfe und Werke bei Monopoly: Lohnt sich der Kauf?

Ja, die Bahnhöfe bei Monopoly lohnen sich, und die Werke sind besser als ihr Ruf. In 12.576 beendeten klassischen Partien bei Monopoly Online haben Spieler mit allen vier Bahnhöfen 68,3 % gewonnen, an Tischen, an denen ein durchschnittlicher Platz auf 33,1 % kommt. Und FedEx, ein Werk, hat mehr Miete eingespielt als jede Straße außer Microsoft und Apple.

Auf unserem Brett sind die Bahnhöfe die Gruppe Finanzen (Visa, Mastercard, PayPal und Revolut) und die Werke heißen Industrie (DHL und FedEx). Gleiche Felder, gleiche Aufgabe, echte Firmennamen. Alle Zahlen unten stammen aus zwei Monaten solcher Partien, und jede Mietzahlung haben wir dem Feld zugeordnet, auf dem sie fällig wurde.

So funktioniert die Miete auf Bahnhöfen

Die Bahnhofsmiete hängt nur davon ab, wie viele der vier dem Besitzer gehören. Einer kostet 250, zwei je 500, drei je 1.000 und alle vier je 2.000. Der Wurf spielt keine Rolle, und bauen kann man dort nicht. Jeder Bahnhof kostet 2.000.

Bahnhöfe im BesitzMiete pro Landung
1250
2500
31.000
42.000

Das ist die Regel aus der Schachtel in unserer Währung: Bei Hasbro kostet ein Bahnhof 200 und verlangt 25, 50, 100 oder 200. Jeder weitere Bahnhof verdoppelt die Miete auf allen, deshalb ist der vierte der entscheidende. Landet auf jedem deiner Bahnhöfe einmal jemand, bringen drei 3.000 und vier schon 8.000.

Ein Detail ändert die Zählung. Ein Bahnhof mit Hypothek zählt nicht mehr mit, also kassieren vier Bahnhöfe mit einer Hypothek nur die Miete für drei, 1.000. Die Straßen haben eigene Regeln, und unser Überblick über die Mietregeln erklärt jede davon.

So funktioniert die Miete auf Werken

Die Werksmiete ist deine Augensumme mal 100, wenn der Besitzer ein Werk hat, oder mal 250, wenn er beide hat. Du würfelst eine 7, landest auf FedEx, und dem Besitzer gehört auch DHL? Dann zahlst du 1.750. Eine 12 kostet 3.000, die höchste Werksrechnung in unseren Daten. Jedes Werk kostet 1.500.

Hier sind wir bewusst von der Schachtel abgewichen. Bei Hasbro kosten Werke das 4- oder 10-Fache des Wurfs, in unserer Währung wären das 40 oder 100. Unsere schlagen zweieinhalbmal so hart zu.

Auch die Ereigniskarten laufen anders. In der Schachtel zahlst du mit der Karte zum nächsten Bahnhof doppelte Miete, und mit der Werkskarte würfelst du neu und zahlst das Zehnfache. Bei uns setzen dich beide Karten nur auf das Feld, und du zahlst die normale Miete. Beim Werk zählt der Wurf, mit dem du auf das Ereignisfeld gekommen bist.

Lohnen sich Bahnhöfe? Was 12.576 Partien zeigen

Je mehr Bahnhöfe ein Spieler hatte, desto öfter hat er gewonnen. Wir haben jeden Spieler genommen, der je Bahnhofsmiete kassiert hat, und ihn nach der höchsten Rechnung sortiert, die er bekam. Sie verrät, wie viele Bahnhöfe er in dem Moment besaß.

Höchstens Bahnhöfe bei einer ZahlungSpieler (einer pro Partie)Partie gewonnen
17.71125,1 %
25.67634,5 %
33.29247,3 %
43.55468,3 %

Siegquote nach Bahnhöfen: 25,1 % mit einem, 34,5 % mit zwei, 47,3 % mit drei, 68,3 % mit allen vier

Im Schnitt saßen drei Spieler am Tisch, ein zufälliger Spieler gewinnt also 33,1 %. Mit einem Bahnhof liegst du darunter. Mit vier doppelt so hoch.

Das ist ein Zusammenhang, kein Beweis. Für eine Rechnung über 2.000 brauchst du alle vier Karten gleichzeitig, keine davon belastet, und du musst noch im Spiel sein, wenn jemand landet. So sieht meist ein Spieler aus, der ohnehin vorne liegt. Ein Teil der 68 % kommt von den Bahnhöfen, ein Teil davon, dass starke Spieler sie eher zusammenbekommen.

Denselben Test haben wir für die Farbgruppen gemacht: Ein Spieler zählt, sobald eine Straße seiner Gruppe die volle Gruppenmiete verlangt hat (doppelte Grundmiete oder mit Häusern). Gelb gewann 54,9 %, Dunkelblau 54,0 %, Orange 53,6 %, und Braun lag mit 45,6 % ganz unten. Daraus folgt nicht, dass Finanzen Amazon direkt schlägt, denn vier Karten sind ein größeres Stück vom Brett als zwei oder drei. Ohne Einschränkung gilt aber: In 3.420 der 12.576 Partien hat jemand alle vier Finanzen gesammelt, also etwa in jeder vierten, und dieser Spieler hat meistens gewonnen.

Lohnen sich die Werke?

Auf diesem Brett sind die Werke der beste Kauf fürs Geld. FedEx hat seinen Besitzern im Schnitt 2.381 Miete pro Partie gebracht, Platz drei unter allen 28 kaufbaren Feldern, nur hinter Microsoft (4.215) und Apple (2.998). DHL kam mit 2.164 auf Platz sechs. Beide kosten 1.500 und brauchen nie ein Haus. Apple kostet 3.500, bevor das erste draufsteht.

Gefährlich werden sie im Doppelpack. Spieler, die mindestens einmal den Satz für beide Werke kassiert haben, gewannen 57,4 % ihrer Partien. Wer nur Miete für ein Werk bekam, gewann 35,6 %.

Der alte Rat, die Werke liegen zu lassen, stammt aus der Schachtel, wo eine 7 auf einem Werk 28 kostet und keinem wehtut. Hier sind es 700, mit beiden 1.750. Wie die Farbgruppen untereinander abschneiden, steht in unserem Ranking der besten Straßen.

Was bringt mehr, Bahnhöfe oder Werke?

Pro Feld bringen die Werke mehr. Die vier Bahnhöfe spielten je zwischen 1.339 (Visa) und 1.623 (PayPal) pro Partie ein, DHL und FedEx 2.164 und 2.381. Als Gruppe kam Finanzen auf 5.880 pro Partie gegen 4.545 bei Industrie, aber alle Finanzen kosten 8.000 und die ganze Industrie nur 3.000.

Miete pro Partie: FedEx 2.381 und DHL 2.164 gegen 1.339 bis 1.623 je Bahnhof

Von der gesamten Miete in diesen Partien gingen 12,4 % an die vier Bahnhöfe und 9,6 % an die zwei Werke. Zwei Felder holten fast so viel wie vier.

PayPal ist der meistbesuchte Bahnhof, Platz sechs unter allen kaufbaren Feldern, Visa nur Platz neunzehn. Wenn du am Anfang nur einen erwischst, dann am liebsten PayPal.

So spielst du Bahnhöfe und Werke

  • Kauf in der Eröffnung jeden Bahnhof, auf dem du landest. Einer allein ist schwach, aber jeder weitere verdoppelt den Wert aller, für dich und für jeden, der die Gruppe vollmachen will.
  • Hol dir den dritten und vierten per Tausch. Auf Bahnhöfen wird nie gebaut, also sperrt kein Haus einen davon für einen Deal. Unser Tausch-Guide zeigt, wann ein Angebot fair genug ist.
  • Belaste keinen der vier für Kleingeld. Die Miete auf allen deinen Bahnhöfen fällt von 2.000 auf 1.000, bis du ihn auslöst, und laut den Hypothekenregeln hast du sieben Runden, bevor die Bank ihn versteigert.
  • Nimm beide Werke, solange der Preis um 1.500 liegt, und biete bei der Auktion mehr, wenn dir das andere schon gehört.
  • Lass einen Kauf nur aus, wenn das Geld schon verplant ist. Hast du eine Farbgruppe und brauchst das Geld für ihre Häuser, gehen die Häuser vor.

Zählen sie auch spät in der Partie?

Ja, vor allem weil sie nach dem Kauf nichts mehr kosten. In einer klassischen Partie endet das Gehalt für Los in Minute 46, und ab Minute 61 behält die Bank die Hälfte jeder Mietzahlung, alle fünf Minuten zehn Punkte mehr, bis 99 %. Diese Steuer trifft jedes Feld gleich. Was sich ändert, ist dein Konto. Eine Hotelreihe verlangt Tausende fürs Bauen, genau wenn das Geld knapp wird, während ein Bahnhof oder ein Werk einfach weiterzahlt.

Der Mietrechner hat die genaue Miete für jedes Feld. Oder du eröffnest in der Lobby einen Tisch und jagst alle vier Bahnhöfe: In jeder vierten Partie schafft es jemand, und der gewinnt meistens.

Ähnliche Artikel